Der Jagdparcours

Den Reiz des Schießens in einem Jagdparcours macht vor allem die Möglichkeit zur praxisnahen Übung von jagdlichen Situationen aus. Ähnlich wie beim Trap- und Skeetschiessen werden Wurfscheiben (Tontauben) geworfen und von dem Schützen getroffen. Der Unterschied zu den zuvor genannten „klassischen“ Schiessdisziplinen ist die variantenreiche Wurfeinstellung beim Parcoursschiessen. Folgende jagdliche Situationen können so unter anderem nachgestellt werden:

  • Aufsteigende oder abstreichende Hähne mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten
  • Hohe und besonders schnelle Tauben aus verschiedenen Richtungen
  • Der Schuss auf Hasen und Kaninchen
  • Flugwild-, Haarwild- und Flugwild / Haarwilddoubletten
  • Entenstrich

Auf dieser Fläche sind 22 Schützenstände in das Gelände integriert, von denen aus der treffsichere Flintenschuss geübt werden kann. Bis zu fünf Schützengruppen können gefahrlos gleichzeitig den Jagdparcours unter Leitung erfahrener Aufsichten begehen.

Verschossen werden dürfen im Jagdparcours nur dort zu erwerbende Schrotpatronen, in den Kalibern 12, 16 und 20.

Da ein Durchgang im Jagdparcours, abhängig von den individuellen Wünschen, zwei bis drei Stunden dauert, kommt der Bekleidung hier besondere Bedeutung zu. Sie sollte vor allem den Witterungsverhältnissen angepasst sein, gleichzeitig aber eine ausreichende Bewegungsfreiheit bei der Schussabgabe und einen sicheren Flintenanschlag gewährleisten.
Zur eigenen Sicherheit wird im Jagdparcours nicht nur ein Gehörschutz getragen, sondern auch Schießbrille und Schirmmütze. Bei Querflinten empfiehlt sich auch das Tragen von Handschuhen.


TRAPSTAND

Auf dem Trapstand steht eine Schützengruppe (Rotte) nebeneinander in einer Linie hinter dem Wurfmaschinenbunker. Die Wurfscheiben fliegen in variierenden Winkeln und Höhen von den Schützen weg. Die Schützen wechseln nach jeder geworfenen Scheibe auf den nächsten Stand rechts von ihnen.

Es wird hierbei zwischen jagdlichem und sportlichem Trapschießen unterschieden. Beim jagdlichen Trapschießen werden alle Schützenstände von einer Wurfmaschine bedient. Sie steht in einer Entfernung von elf Metern zu den Schützenständen. Dieser sogenannte Turbulenzautomat variiert die Wurfrichtung jeder einzelnen Wurfscheibe sowohl horizontal als auch vertikal nach dem Zufallsprinzip. Im Falle des jagdlichen Trapschießens werden pro Schützen 15 Wurfscheiben beschossen.

Im Unterschied hierzu stehen die Schützen beim sportlichen Trapschießen in einem Abstand von 15 Metern zu den Wurfmaschinen. Vor jedem der fünf Schützenstände sind drei Maschinen montiert. Dieser Aufbau mit insgesamt 15 Wurfmaschinen wird als „Olympischer Graben“ bezeichnet. Jede dieser Maschinen wirft ihre Wurfscheiben in eine festgelegte Richtung. Die Reihenfolge, in der die Maschinen betätigt werden, wird zufällig festgelegt. Insgesamt werden pro Durchgang 25 Wurfscheiben beschossen.

Auf dem Trapstand in Buke ist es möglich, nach jagdlichen und sportlichen Bedingungen, bis hin zu nationalen und gegebenenfalls internationalen Meisterschaften, zu schießen. Die Schützen können auch die eigene, mitgebrachte Munition verschießen. Es kann mit herkömmlichem Schrot in Schrotstärken bis zu einem Durchmesser von 2,5 mm geschossen werden, maximal bis Kaliber 12.


SKEETSTAND

Der Skeetstand in Buke entspricht dem Reglement für das jagdliche und sportliche Schießen.
Beim Skeetschießen werden Wurfscheiben aus zwei sich gegenüberstehenden Wurfmaschinen (Hoch- und Niederhaus) geworfen. Im Unterschied zum jagdlichen Trapschießen sind ihre Flugbahnen nicht variabel sondern immer gleichbleibend. Zwischen Hoch- und Niederhaus beschießen die Schützen auf sieben Ständen insgesamt 15 Wurfscheiben. Begonnen wird mit dem Stand am Fuße des Hochhauses (Stand 1).
 
Von Stand 2 und 6 werden jeweils eine Doublette (zwei Scheiben gleichzeitig) geworfen. Auf Stand 7 werden eine Doublette und eine einzelne Scheibe beschossen.

Beim sportlichen Skeetschießen werden nach einem bestimmten Schema 25 Wurfscheiben geworfen. Es wird zudem zusätzlich der Stand 8 zwischen Hoch- und Niederhaus genutzt.

Auch auf dem Skeetstand kann die eigene Munition verschossen werden, herkömmliches Schrot bis 2 mm Durchmesser, maximal bis Kaliber 12.


Schrotanschusswand

Die auf der Schießanlage Buke zur Verfügung stehende Schrotanschusswand ist eine Blechtafel von zehn Meter Breite und zwei Meter Höhe. Sie dient zur Sichtbarmachung der einzelnen Schrote, wenn auf sie geschossen wird. Damit ist die Darstellung der radialen Ausdehnung einer Schrotgarbe möglich, mit der Beurteilung der Verteilung (Deckung) der Schrote.
 
Darüber hinaus bietet sie hervorragende Möglichkeit, die Treffpunklage der Schrotgarbe, bezogen auf den Haltepunkt, zu ermitteln. Hierdurch können der korrekte Anschlag bzw. die individuellen Schaftmaße des Flintenschützen überprüft und ermittelt werden.
Auf diesem Stand kann auf Entfernungen von 20 bis 35 Metern geschossen werden. Zu verschießen ist herkömmliches Schrot bis 4 mm Durchmesser, maximal bis Kaliber 12.


Büchsen-Schiessstand

Der Büchsenstand mit überdachten Schützenständen hält zwölf 100-Meter-Schießbahnen vor, die mit Seilzuganlagen ausgestattet sind. Aufgeteilt sind diese Schießbahnen in vier separate Kabinen mit jeweils drei Bahnen. Hier dürfen Waffen bis zu einer maximalen Geschossenergie von 7.000 Joule geschossen werden. Der Büchsenstand ermöglicht sowohl das Einschießen von Waffen, sowie das Übungsschießen auf alle gängigen Wild- und Ringscheiben in verschiedenen Anschlagsarten.


Kurzwaffen-Schiessstand

Auf dem Kurzwaffenstand mit überdachten Schützenständen kann gleichzeitig auf fünf Schießbahnen geschossen werden. Die Bahnen haben eine Länge von 25 Metern. Entsprechend den jagdlichen und schießsportlichen Regelwerken sind die Scheibenträger schwenkbar („Duell-Anlage“). Geschossen werden kann ebenfalls auf der Zwischenentfernung von 15 Metern. Elektrischer Scheibentransport zum Schützen. Zugelassen ist das Schießen mit Pistolen und Revolvern (maximale Energie der Geschosse 2.500 Joule). Ebenfalls zugelassen ist die Abgabe von „Fangschüssen“ im Bereich des Geschossfanges.


FLÜCHTIGER ÜBERLÄUFER UND KIPPHASENSTAND

Sowohl für das jagdliche Wettkampfschießen als auch für das notwendige Drückjagdtraining hält die Schießanlage Buke zwei „Laufende Keiler“ - Anlagen mit überdachten Schützenständen bereit. Hier darf Munition mit einer Geschossenergie von bis zu 7.000 Joule verschossen werden. Zum Training des präzisen Kugelschusses auf bewegliche Ziele, wie er auf der Schalenwildjagd häufig vorkommt, ist diese Disziplin des jagdlichen Schießens ein optimales Training für jeden Jäger. In einer Entfernung von 50 Metern läuft eine Scheibe, die ein flüchtiges Wildschwein darstellt, quer zu dem Schützen. Die Scheibe ist für den Schützen auf einer Strecke von sechs Metern für ca. 2 Sekunden sichtbar und zu beschießen.

Die Treffer werden im Schützenstand auf einem Monitor angezeigt. Auf dieser Bahn ist das Schießen auf die stehende und flüchtige Wildscheibe mit Flintenlaufgeschossen möglich.

In der Schießbahn für den „flüchtigen Überläufer“ ist zudem eine Kipphasenanlage installiert. Auf den dreigeteilten „Kipphasen“ aus Blech wird auf eine Entfernung von 30 Metern mit Schrot geschossen, maximale Schrotgröße 3 mm, maximal bis Kaliber 12. Bei ausreichender Anzahl treffender Schrote fallen ein oder mehrere Blechsegmente um, und machen dadurch den Treffer sichtbar.


Schiesslehrer

Zuverlässige Schießleistungen erfordern immer wieder regelmäßiges Training. Ein kompetenter Schiesslehrer trainiert mit Ihnen alle wichtigen Techniken und unterstützt Sie mit Tipps und Tricks aus der Praxis.

Für einen Termin wenden Sie sich bitte direkt an einen Schiesslehrer Ihrer Wahl. Dieser vereinbart dann den Termin für den jeweiligen Schiessstand mit unserem Schiessstandsekretariat für Sie.

Bernd Seibel, Paderborn
Tel +49 (0) 172 - 56 01 588
berndseibel50(at)web.de
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Hendrik Strothmann, Gütersloh
Tel +49 (0) 174 - 24 35 678
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